Am 06.05.2012 schrieb Alexander Auweder für DeadMagazine.de:

 

"SampleMinded: Indigo

 

“Wenn Menschen aufhören Sorgen zu haben, wird die Musik immer schlechter!” – So lautet eine Aussage von Fabian Dellefant, dem Kopf von SampleMinded. Nimmt man ihn beim Wort, sind die Mitglieder der Münchener Band wohl ein Fall für die Seelsorge, denn was das Kreativkollektiv mit “Indigo” produziert hat, ist alles andere als schlecht.

 

Gleich zu Anfang wird schon bewusst, dass der Hörer hier schwere Kost vorgelegt bekommt, die aus den düstersten Ecken des menschlichen Verstandes enstanden ist. Musikalisch verbindet SampleMinded TripHop und Jazz-Rock Elemente gepaart mit einer außergewöhnlichen Soundkulisse (z.B. Geräuschen von Vogelgezwitscher und anschließendem Sample einer Baum Fäll-Aktion) und geschickt arrangierten Electronica Spuren.

 

Selbst eine gute Prise Dubstep findet ab und zu seinen Weg in die progressiv, dichten Kompositionen, die trotz allem sehr organisch wirken.

 

Die Stärke des Albums liegt jedoch nicht nur in den kraftvollen Instrumentals, so sind es vor allem auch die verschiedenen Gesangs und Rap Parts, die sich wirklich hören lassen können. Die Texte sind teils Deutsch teils Englisch und inhaltlich intelligent und tiefgründig genug, um den Hörer zum Mitdenken zu motivieren. Simple “Kindergarten” Rhymes sucht man bei MC [M]Anekin Peace und den zwei Features Fatoni und Keno vergebens.

 

Auf ihrer Homepage gibt’s das ganze Werk als Free Download.

 

SampleMinded’s “Indigo” gehört auf jeden Fall zur Kategorie: gelungener Genre-Mix – und sollte der 7-köpfigen Band ihre verdiente Anerkennung bringen."

Am 02.04.2012 schrieb ZeitJung.de

 

"SampleMinded haut uns mit der Platte "Indigo" Psycho-Trip-Hop auf die Ohren

 

"Ich höre eigentlich keine Musik" 

 

Die Münchner Band SampleMinded ist bekannt für ihren psychedelisch- fesselnden Sound. Fabi Dellefant, Mastermind der Truppe, im Interview.

 

ZEITjUNG.de: SampleMinded ist quasi frisch gebacken, in München inzwischen aber schon ein geläufiger Begriff. Fabian, erzähl mal, wie fing alles an?

 

Ursprünglich war es so, dass ich meine eigenen Trip Hop Sachen produziert habe und daraus ist dann 2009 die Band entstanden. Mich hat damals, kurz nach dem Release meiner zweiten Solo CD, ein Veranstalter vom BassArt-Festival angesprochen. Er fand meine Sachen gut und hat mich gefragt, ob ich auf dem Festival einmal auflegen möchte. Ich habe ihm gesagt, dass ich kein DJ bin - wenn ich auftrete, dann live bzw. semi-live. Das war der ausschlaggebende Punkt. Auf der Bühne haben wir immer einen Laptop dabei, der die Sachen abspielt, die wir instrumental nicht umsetzen können.

 

Also hast du Leute gebraucht mit deren Hilfe Sample Minded als Live-Projekt überhaupt erst zum Leben erwachen konnte. Wie siehts nun aus mit der Besetzung?

 

Sängerinnen hatte ich schon damals für meine eigenen Produktionen. Eine ist jetzt neu – Sarah, die andere Sängerin ist Esther. Peter ist am Bass, Aaron am Schlagzeug und ich an der Gitarre. Außerdem gibt es noch Dan (Manekin Peace) - den ich nach unserem zweiten Auftritt angesprochen habe, ob er nicht bei uns rappen möchte. Das passt gut dazu und macht die etwas ruhigere Musik live spannender.

 

Wenn man mal in die Musik reinhört, stößt man auf ein sehr spezielles, noch unerkundetes Terrain. Was genau habt ihr für einen Musikstil und gibt es den in der Form überhaupt noch ein zweites Mal?

 

Weltweit gibt es sicher schon ähnliche Bands, in Deutschland und vor allem München glaube ich nicht. Natürlich gibt es TripHop Bands, aber die machen anderen Sound. Zum Stil: Keine Ahnung, ehrlich gesagt, ich tue mir damit selber immer schwer. Ich würde sagen: Trip Hop, Dubstep, experimentielle Musik - eine Mischung aus sehr viel verschiedenen Genres. Seit ich vor zehn Jahren das Gitarre spielen angefangen hab, habe ich mich persönlich in den Genres sehr verändert. SampleMinded nicht so, das war schon immer psychedelisch, ruhiger, downbeat-mäßig. Die Musik ist zum Beispiel nicht zum Tanzen gedacht. Überhaupt lege ich meine Arbeit nicht irgendwie aus. Ich produziere halt, weil ich Bock darauf habe und mache das eigentlich nur für mich.

 

Hörst du auch privat eher ruhigere Musik? 

 

Ehrlich gesagt höre ich fast gar keine Musik, wenn dann bei Freunden. Ich bin nicht der Typ der sich informiert, was es gerade so Neues gibt. Ich krieg zwar viel mit, weil ich viele Musiker und Produzenten um mich herum habe, aber wenn mir z.B. ein Freund mal eine neue Platte mitgibt zum Anhören, denk ich meistens einfach nicht mehr dran. Ich freu mich auch einfach mal über Ruhe.

 

Und woher kommt dann deine Inspiration? Hast du keine Vorbilder? 

 

Doch, das auf jeden Fall. Portishead, zum Beispiel ist ein starker Einfluß. Aber das höre ich jetzt auch nicht mehr, ich bin nur von dem Stil beeinflusst.

 

Als SampleMinded entstand erschien ja bereits eine Platte „Copy Me“ auf der allerdings bereits vorhandene Produktionen von dir einfach nochmal auf CD gepackt wurden. Am 18.3. ist euer zweites Album „Indigo“ erschienen. Was erwartet uns auf dieser Platte und warum der Name? 

 

Für das Album habe ich mir jetzt super viel Zeit gelassen. Das waren drei Jahre in denen ich auch sehr viel dazu gelernt habe. Eigentlich ist von allem was dabei. Stimmungsmäßig liegt der Schwerpunkt natürlich schon so auf dem Nachdenklichen. Viele meinen auch es ist depressive Musik. Ich würde das nicht so sagen. Die Musik hat schon melancholische Nuancen, aber es handelt sich eher um Zustände, die man vielleicht so noch gar nicht kennt, aber das muss nicht traurig sein. Eine gute Formulierung hat ein Kumpel in unserem kleinen CD-Text gefunden, und zwar: „fiebertraumartige Soundlandschaften“. Der Name "Indigo" kam einerseits, weil es meine Lieblingsfarbe ist und außerdem gibt es die so genannten Indigo-Kinder, die sind so ne Art hochintelligent... 

 

Wie siehts mit euren Texten aus, wovon handeln die? 

 

Ein Text zum Beispiel handelt von der dunklen Seite und orientiert sich an Franz Kafka „Die Verwandlung“. Meine Texte sind eher träumerisch, die von Manekin Peace sind konkreter. Ich persönlich liebe zum Beispiel gegensätzliche Texte zu schreiben und hasse oberflächliche Texte. Paradebeispiel für schlechte Texte zur Zeit: Niggas in Paris von Kayne West und Jay Z. Das sind einfach zwei koksende Typen, die zu viel Geld haben. Meine Theorie bei Künstlern ist auch: Wenn Menschen aufhören Sorgen zu haben, wird die Musik immer schlechter.

 

All die Musik, die von bisher SampleMinded veröffentlicht wurde ist kostenlos. Auch die neue Platte „Indigo“. Was veranlasst dich dazu? 

 

Ja, es ist ein Freedownload, man kann aber Geld spenden, wenn man möchte – zwei Leute haben es auch schon gekauft. Ich will so einerseits meine Musik spreaden, damit die Leute zu meinen Live-Auftritten gehen. Das Potential soll nicht eingeschränkt werden und auch Leute außerhalb von Deutschland soll die Musik erreichen, was nicht funktionieren würde, wenn ich die CD hier verkaufen würde.

 

Wenn ihr irgendwann einmal richtig Fame habt, würdet ihr dann euer Album auch nicht verkaufen? 

 

Ne, ich find das macht in diesem Genre und für uns keinen Sinn - ich würde das hier auch nie beruflich machen, ein zweites Standbein ist für mich immer wichtig. Ich habe Angst davor, dass ich mein Hobby dadurch kaputt machen würde und wenn ich finanziell darauf angewiesen bin, kann ich nicht mehr die Musik machen, die mir Spaß macht. Das lässt auch das Genre nicht zu.

 

Und was machst du so? 

 

Ich mache Kaffee (lacht). Aber ich will bald Chemie oder Physik studieren.

 

Wie geht’s in Zukunft weiter mit euch? 

 

Weiß ich nicht, so wie es weiter geht. Ein Video zu „Super Hybrid“ steht noch bevor. Außerdem wollen wir auch auf vielen Festivals spielen dieses Jahr und im Ausland ein bisschen bekannter werden."

Am 27.03.2012 waren Dan und Fabi zu Gast bei Hörbar von m945.de:

 

Am 23.03.2012 schrieb MunichOpenMinded.de:

"Indigo by Sample Minded

Sample Minded, das experimentierfreudige Münchner Musikerkollektiv hat seine zweite LP Indigo released. Produzent und Gitarrist Fabian Dellafant erschafft – zusammen mit den Bandmitgliedern Manekin Peace, Sarah Sulai, Aron Hantke und Lukas Roth – einen abwechslungsreichen Mix aus HipHop, TripHop, Psycodelic-Funk und Dubstep. Innovativ aber stiltreu schmückt sich das Album mit Sample-Elementen, Synthie-Sounds und eingägnigen Gitarrenriffs.

 

Featuregäste sind unter anderem Fatoni und Keno aus der Creme Fresh Crew. Bereits zum freien Download auf der Sample Minded Seite erhältlich, soll das Album in wenigen Wochen auch auf Vinyl erscheinen. Unser Download-Tipp der Woche!"

Am 21.03.2012 schrieb TwoInARow.com:

"Sample Minded – Indigo

 

Sample Minded ist Münchens psychedelic Supergroup. Neben dem Mastermind der Band, Fabian D’Ellefant gehören auch der Rapper (M)Anekin Peace und Universalgenie Daniel Steinbacher zum festen Kern der Band, die jedoch ständig um neue Mitglieder anwächst bzw. zusammenschrumpft. Am Sonntag haben Sample Minded ihr mittlerweile zweites Album heraus gebracht, es trägt den Namen Indigo und enthält einen energiegeladenen Genremix. Zwischen Hip Hop, Trip Hop, Psycodelic Funk und Dubstep fächert sich Indigo auf und schafft es dabei, unverwechselbar den hoch geschätzten Sample Minded Sound zu treffen. Geladene Gäste auf dem Album sind Fatoni und Keno von Creme Fresh, kurz gesagt: Es ist höchste Zeit, sich Indigo auf die Festplatte zu laden!"

Am 20.03.2012 schrieb Tapefruit.de:

"Sample Minded - Indigo

 

Auf eine Musikrichtung wollte sich Fabian von Sample Minded in unserem Interview nicht wirklich festlegen, "experimentelle Musik" hieß es. Mit einem Löwenanteil TripHop, aber eben nicht nur. Trifft die Sache auf den Kopp würd ich behaupten.

Vergangenen Sonntag ist das neue Album unter dem Namen Indigo erschienen (auf unserer Facebook-Page haben wir darauf hingewiesen). Nun weiß man ja, dass bei Sample Minded nichts zufällig passiert, aber ganz schlau werd ich noch nicht aus dem Zusammenhang zwischen dem blauen Albumtitel (Wie kam es denn zu dem? "Weil ich die Farbe Indigo sehr schön finde, und wegen den Indigo-Kindern"), dem Zyklopen-Cover und dem fetten Sound.

 

Jetzt kommen wir aber langsam mal zum Knaller: Das Album gibt's auf der Website von Sample Minded geschenkt! Absolute Download-Empfehlung der Woche. Zwei Veränderungen bemerkt man auf dem neuen Langspieler gleich: Eine neue Sängerin und mehr Elektronika. So finden sich ordentlich abgehende D'n'B/Dubstep-Parts ebenso auf dem Album wie geschickt gestrickte, leicht düstere Soundhängematten aus Samples, Instrumentals und Features von dem Keno und Fatoni. Bei den ersten paar Mal hören hatte ich am Ende immer dieses "Oh schon vorbei"-Gefühl - bei knapp 45 Laufzeit ein sehr gutes Zeichen!

 

Wer dem ganzen immer noch nicht traut, der muss mindestens folgende drei Tracks anhören, bevor er sagt, dass ihm das nicht gefällt: Last Man Standing (Feat. Keno), Tschaiko und Spleen."

Am 18.08.2011 schrieb die SZ-Extra in der Rubrik "Pop & Action":

 

Am 18.08.2011 schrieb die Münchner BlogSeite Tapefruit.com:

"SampleMinded - Bandsalat

 

HipHop, Jazz, Rock, Downbeat, Klassik und Funk verschmelzen beim Münchner Kreativkollektiv SampleMinded zu basslastigem, psychedelischem Trip Hop. Auch auf eine außergewöhnliche Gestaltung der in den Videos verwendeten Visuals, der Bühnenbilder und Performances wird großen Wert gelegt, da SampleMinded multimedial arbeitet. Und das schon seit ein paar Jahren: 2008 erschien das erste Album Moebius, noch unter dem Namen des Schöpfers und Kopfs von SampleMinded, Fabian Dellefant, seit 2009 erschienen das Album CopyMe und die EP Chimera unter dem neuen Namen. 

Fabian, wie definieren sich SampleMinded eigentlich? Und was machen eure Mitglieder so ausser Musik?

 

Wie du schon erwähnt hast, verstehen uns als Kollektiv und nicht als feste Band. Das wird man auch auf unserer kommenden CD "Indigo" deutlich zu hören bekommen, bei der wir mit vielen anderen interessanten Künstlern wie z.b. Keno, Fatoni, Bustla (Creme Fresh), Jolly Jay & H2O etc. zusammengearbeitet haben. Als ich Ende 2009 angefangen habe, das Projekt live umzusetzen, war es mir klar, dass es bei SampleMinded keinen Sinn macht einen festen Rahmen zu bilden, da das Projekt gerade durch die Offenheit der Besetzung und der Umsetzung ein großes Potential hat. Ich möchte mich beim Produzieren auch nicht im vorhinein auf eine bestimmte Besetzung festlegen sondern liebe es einfach darauflos zuarbeiten und die Stücke sich selbst entwickeln zu lassen. Ausser der Musik arbeiten alle aus unserer, wenn man sie so nennen will "Stammbesetzung", an vielen anderen Projekten. Unser Bassist baut gerade ein Haus, unsere Sängerin wird bald auf einem Kreuzfahrtschiff singen, ich werde vorraussichtlich ein Café eröffnen, unser MC arbeitet an etlichen solo-CDs und Videos, unser Keyboarder leitet schon fast alleine einen Musikladen und unser Schlagzeuger trommelt in den verschiedensten Bands und ist vom Schlagzeug kaum wegzubekommen.

 

Wäre eure Musik essbar, wäre sie folgendes Gericht:

 

Das ist eine ganz schwierige Frage... Vor allem weil unsere Musik immer mein Lieblingsgericht wäre und das ändert sich, da ich sehr gerne esse, ziemlich schnell. Gerade wäre es Spaghetti mit einer Gorgonzolasahnesauce. Darauf zerkleinerte Macadamianüsse mit Apfelwürfelchen und Salbeichips!

 

Was ist München für dich?

 

München ist für mich die Stadt, die mich als Musiker großgezogen hat. Sie war so lieb zu mir, dass sie mich immer den aufrichtigen und netten Menschen vorstellt, die mir immer neue Chancen geben und mir Türen eröffnen.

 

Wo würdet ihr spielen, wenn ihr euch jeden beliebigen Ort in München aussuchen dürftet?

 

Definitiv im Nymphenburger Park.

 

In welches Genre würdest du eure Musik einordnen?

 

Experimentelle Musik.

Euer bester Song für Erst-Hörer ist...

 

Golden Square, den man übrigens wie alle bis jetzt erschienenen Tracks auf unserer Homepage kostenlos runterladen kann!

 

Euer größter Erfolg?

 

Unser Auftritt dieses Jahr auf dem Splash Festival

 

Die wichtigsten CDs/Bücher/Filme in eurem Regal, die eure Musik merklich beeinflussen?

 

Wie warscheinlich schon erwartet die ersten beiden Alben von Portishead. Das Buch "Der Meister, die Mönche und Ich" von Gerta Ital und der erste Film aus der Trilogie von Matrix.

 

Pläne für die Zukunft?

 

Versuchen, alles mitzunehmen was kommt!

 

Wie entsteht bei euch ein Song?

 

Meistens mit einer Gitarrenidee von mir, die aus einem loop von 2 bis 4 takten besteht. Ich produziere die Idee dann so lang weiter, teils mit elektronischen Elementen, teils mit weiteren Aufnahmen von Liveinstrumenten, bis sich rauskristallisiert, ob es ein Instrumental oder eine Art Lied wird. Dann kommen Esther und oder Dan und wir nehmen Vocals auf.

 

Was hasst ihr?

 

"Eure Musik ist ganz nett aber es klingt wie Portishead mit Eminem!"

 

 

SampleMinded sind heute ab 19:00 Uhr am Theatron (Olympiapark) live zu sehen - for free!"

Am 16.08.2011 schrieb die SZ-Jugendseite in der Rubrik "Band der Woche":

"Sample Minded (Trip Hop / Electronica)

von Rita Argauer (Jahrgang 1985)

 

Heute

 

Normal hat sich die Münchner Band Sample Minded (Foto: privat) noch nie verhalten. Grundsätzlich verweigern sie sich sämtlichen Mechanismen der Publicity: Sie sind keine Band, sondern ein Kollektiv; haben demnach keine feste Besetzung. Auch die übliche Art von Design, einer Corporate Identity ist nichts für sie: keine typischen Bandfotos. Eine schlichte Homepage. Trotzdem gewinnen sie immer mehr Aufmerksamkeit in der Münchner Szene. Die allesamt von Gitarrist Fabian Dellefant komponierten Songs sind sehr fein arrangierte Trip-Hop-Perlen: langsame Beats, jazzige Harmonien, darüber der Gesang von Musik-Studentin Esther Bradatsch. Das ruft Erinnerungen wach. An Bands wie Portishead oder Massive Attack, die Ende der 1990er Jahre den Trip-Hop bekannt machten. Auch die typische melancholische Note findet sich in der Musik von Sample Minded. Doch durch die Raps von Gast-MC Manekin Peace wird dieser Bezug aufgebrochen – man spürt eine unterschwellige Aggression, die sonst so zurückgelehnte Haltung weicht einem drängenden Mitteilungsbedürfnis. Diesen Donnerstag, 18. August, treten sie im Theatron im Olympiapark auf."

Am 19.05.2011 veroeffentlichte Zeitjung.de in der Rubrik "Kultur" ein Interview mit Fabian Dellefant.

 

"Definition: Kollektiv

 

SampleMinded begeistern mit tiefem Trip Hop à la Portishead.

Fabian Dellefant, Mastermind der aufstrebenden Münchner TripHop-Combo SampleMinded, im Interview.  

 

Die Süddeutsche Zeitung feiert SampleMided als echte Entdeckung, beim Bayerischen Rundfunk waren die Münchner "Band der Woche". Mit einer sphärischen Mixtur aus TripHop, HipHop, Jazz und orientalischen Klängen erweitert SampleMinded die Musiklandschaft der Isarhauptstadt um eine faszinierende Facette und auch für die ZEITjUNG-Reihe "Hauskonzerte" lieferte das Kollektiv eine Gänsehaut-Performance ab. Grund genug für ein Gespräch mit dem kreativen Kopf der Formation: Fabian Dellefant

 

ZEITjUNG: Nahezu jede Besprechung eurer Musik zieht die Trip-Hop-Ikonen Portishead als Vergleich heran - keine schlechte Referenz. Nervt es dich trotzdem, so in eine Schublade gesteckt zu werden?

Fabian Dellefant: Auf der einen Seite wehre ich mich natürlich dagegen, dass wir mit Portishead verglichen werden, weil das oft so klingt als würden wir versuchen Portishead nachzuahmen.
Als das ganze Projekt noch in der frühen Phase war und noch nicht einmal an den Namen SampleMinded und an eine Liveumsetzung gedacht wurde, hörte ich eine Zeit lang nichts anderes als die Alben "Dummy" und "Portishead". Daraus entstand die EP "Visions", die in den ersten fünf Titeln unseres Albums "CopyMe" enthalten ist.
Ein Vergleich ist somit in gewisser Weise gerechtfertigt und insgeheim kann ich nicht verleugnen, dass er mich auch ein klein wenig freut.

Trotzdem betonst du, dass ihr den Portishead-Sound nicht kopieren wollt. Was sind denn die Alleinstellungsmerkmale des SampleMinded-Sounds?

Das ist zum einen, dass es im deutschsprachigen Raum und vor allem in München so weit ich weiß keine Band gibt, die Live Trip Hop macht. Was die Klangästhetik angeht sind wir sehr an den 70er-Jahren und der derzeitigen Musik orientiert, also vintage Akustik-Klänge mit fetten Samples und viel Bass. Der teilweise an orientalische Harmonien und Melodien angelehnte Charakter ist ebenfalls ein sehr herausstechender Aspekt unserer Musik sowie der Loopcharakter der oft meditativ wirkt.

Beschreibe doch mal den Entstehungsprozess eines Sample-Minded-Songs.

Fast alle Ideen die ich für SampleMinded Tracks habe entstehen dadurch, dass ich auf der Gitarre improvisiere. Meistens übe ich dann irgendwelche verrückte Skalen rauf und runter. Wenn mir dann ein Riff einfällt, nehme ich das auf und es kommen Drums und ein Bass dazu. Und ich spinne die Idee weiter und weiter, zerstückle meine Gitarrenaufnahmen und Sample mich selbt, nehme Menschen aus der Band auf oder Frage externe ob sie mir etwas einspielen oder einsingen möchten.
Irgendwann kommt dann plötzlich die Einsicht, dass der Track fertig ist und ich gebe ihn zum Mischen weiter.

Ihr bietet eure Alben im Netz zum kostenlosen Download an. Warum dieser Schritt?

Angefangen hat es mit meiner ersten Solo CD "Moebius". Ich kam mir irgendwie komisch vor, meinen Freunden eine CD zu verkaufen und habe mich viel mehr darüber gefreut, sie zu verschenken. Aber mittlerweile merke ich immer deutlicher, dass es auch ein guter Marketingmove von uns ist. Wir stechen aus der Masse hervor, weil wir unsere Musik verschenken und man muß nicht erst Geld einnehmen um es dann für Promotion auszugeben. Das erledigt sich viel schöner von selbst.

Die Fans freut es auf jeden Fall. Können sie sich bald auf neues Material einstellen?


Wir arbeiten gerade an zwei neuen EPs. Die eine im typischen SampleMinded Stil; die zweite wird sehr viel mehr Bandeinfluss haben und in Richtung Rock/Crossover gehen wenn man das so nennen will. Ich wills auf jeden Fall nicht.

Zum Abschluß: Auf welchen Begriff würdest du das Credo von SampleMinded herunterbrechen?

Kollektiv! Eine Definition um die eigene Existenz nicht einzuschränken.


Vielen Dank für das Interview.
"

SampleMinded, vertreten durch Esther, Fabi und Dan, waren am 22.02.2011 im ON3 Studio zu Gast und gaben als "Band der Woche" u.a. ein Radio- und ein FernsehInterview.

 

"Vorsicht! SampleMinded aus München sind ein TripHop-Hexenhaus, in dem Leute von Creme Fresh und Manekin Peace ein- und ausgehen. Bei uns im Interview erzählen sie alles über ihr achtköpfiges Künstlerkollektiv."

 

by on3, 2011

Von 21.02.2011 bis zum 27.02.2011 sind SampleMinded "Band der Woche" im Bayrischen Rundfunk.

Am 21. Februar schrieb Karoline Schaum:

 

"Vorgestellt // SampleMinded
Beth Gibbons wäre stolz

Was für ein Trip(-Hop): Die achtköpfige Band SampleMinded aus München nimmt uns auf ihrem Album "Chimera" mit in die 90er. Für eine junge aufstrebende Band ist Portishead schließlich ein guter Fluchtpunkt.

Sie sind gekommen, um...

... Portishead zu zelebrieren. Daraus machen sie auch kein Geheimnis und kredenzen ihr 90er-Jahre-Süppchen noch mit einer Prise Morcheeba und teelöffelweise Smoke City.

Sie werden entdeckt, weil...

... SampleMinded ein Konglomerat aus großen Köpfen ist – die haben einiges drauf. Allen voran Fabian Dellefant, der auch bei Creme Fresh Gitarre spielt. Sängerin Esther Bradatsch studiert Jazzgesang in Linz und kann dann bald auch mit einem Diplom beweisen, dass sie wirklich weiß, was sie tut.

Bester Moment...

Wenn SampleMinded über das hinausgehen, was ihre großen Vorbilder gemacht haben. Zum Beispiel, wenn Manekin Peace aus München seine Lines auf die langsamen Beats packt und bei ihren Konzerten abgefahrene Visuals die Wände zieren.

Sie schmeißen alles hin, wenn...

...ihnen danach ist. SampleMinded ist nicht alles im Leben der insgesamt acht Bandmitglieder. Das ist wahrscheinlich auch ihre Stärke: Sie machen nur, was ihnen selbst gefällt und Spaß bringt. Und deshalb geben sie auch ihr Album "Copy Me" und ihre EP "Chimera" auf ihrer Website völlig kostenlos her.

Mögen wir, weil...

... SampleMinded Musik machen, die man wunderbar hören kann, wenn man nach einem langen Arbeitstag entspannen will. Soll's knallen, besucht man eins ihrer Konzerte und lässt sich von ihrer ausgeklügelten Bühnenshow mal so richtig das Hirn durchwirbeln.

TEXT: Karoline Schaum"

Am 03.11.2010 schrieb die SZ-Jugendseite in der Rubrik "Band der Woche":

 

"Sample Minded (Trip Hop / Electronica)

von Rita Argauer (Jahrgang 1985)

 

Diese Woche

 

Der Kopf von Sample Minded dürfte dem einen oder anderen in Verbindung mit der Hip Hop Combo Creme Fresh bekannt sein – steht Fabian Dellefant doch als Live Gitarrist für diese auf der Bühne. Seine eigene Band Sample Minded schlägt ruhigere Töne an; aber nicht weniger treibend. Ihr, von Portishead und Morcheeba inspirierter Trip Hop hat oberflächlich etwas schwelgerisches, was besonders im Gesang von Esther Bradatsch zum Ausdruck kommt. Aber die drückenden Drums sorgen für ein sattes Fundament. Sample Minded setzen trotz der elektronischen Elemente live alles selbst um; zum Beispiel mit einem Midi-unterstützten Schlagzeug, dass Lukas Roth, der DJ von Creme Fresh spielt. Die Verbindung zum Hip Hop zeigt sich auch im rappenden Gast MC: Der deutsch-Amerikaner Manekin Peace. Die aktuelle EP „Chimera“ gibt es auf www.sampleminded.net als kostenlosen Download."

Am 24.10.2010 schrieb die Sueddeutsche.de in der Rubrik München:

 

"Eine echte Entdeckung ist die Gruppe SampleMinded um die Sängerin Esther Bradatsch, die einen Song vorträgt, der tatsächlich für den nächsten James-Bond-Track geeignet wäre. Da hat Rapper Manekin Peace, der die Band unterstützt, bei der Ankündigung nicht übertrieben."

"Manekin Peace hat sich für den Auftritt mit der Gruppe einen schwarzen Umhang übergeworfen, die Kapuze zieht er sich tief ins Gesicht, während die Sängerin ihre Zeilen vorträgt.

Bei der Formation kommen unterschiedliche Musikrichtungen zusammen, Jazz, Rap und Hiphop. Das vermischt sich zu einem wunderbar harmonischen psychedelischen Sound. Nur am Rande: Manekin Peace sieht inkognito so gruselig nicht aus. Später mischt er sich in blauer Trainingsjacke unters Publikum, den schwarzen Kapuzenumhang hat er abgelegt."

Am 20.07.2010 lief zwischen 16 Uhr und 18 Uhr auf M94.5 ein "Sound of Munich"-Beitrag ueber SampleMinded in der Hörbar.

Am 15.07.2010 waren Dan, Esther und Fabi zu Gast in der BoomBox bei Fränzn und Kevin. Zu hoeren war das ganze auf fm 94.5 und m945.de.

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